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127. Schachsammler dieser Welt

Der französische Humanist und Begründer des Essays als literarischer Gattung Michel Eyquem de Montaigne (1533-1592) schrieb einmal: „Zu Hause begebe ich mich häufig in meine Bibliothek ... . Dort verbringe ich die meisten Tage meines Lebens und die meisten Stunden des Tages. Das ist mein Bereich. Ich versuche ihn ganz zu beherrschen, und diesen einzigen Winkel der Gemeinschaft mit meiner Frau und meiner Tochter sowie den Besuchern, zu entziehen." (nach Buck, August: Humanismus. Seine europäische Entwicklung in Dokumenten und Darstellungen, Freiburg/München 1987). Wer wird dies in dieser arbeitsreichen Zeit noch sagen können? Dennoch mag sich der eine oder andere Schachbuchsammler in Montaignes Darstellung wiederfinden.

Die größten Schachbüchersammlungen finden sich anerkanntermaßen in der Königlichen Bibliothek zu Den Haag, Holland, und der Öffentlichen Bibliothek von Cleveland, USA. Von beiden Sammlungen existieren Kataloge, die den Bücherbestand erschließen helfen. Die größte und bedeutendste Anhäufung von Schachbüchern (etwa 13000 Einheiten) in Deutschland scheint in den Händen von L. Schmid, Bamberg, zu sein (nach Caputto, Zoilo: El arte del Estudio de ajedrez, Band 3, Buenos Aires, August 1996). Weitere, größere Schachbücherbestände (etwa 6000 Einheiten) sind erst kürzlich nach dem Tode von Gerd Meyer in die Landesbibliothek von Schleswig-Holstein nach Kiel übergegangen. In Norddeutschland befindet sich bei dem Juristen Egbert Meissenburg auch eine weitere, wenn auch mit einer geschätzten Anzahl von etwa 4000 Einheiten weitaus kleinere Schachbuchsammlung in privaten Händen (nach Linder, Isaak und Wladimir: Schach. Das Lexikon. Sportverlag, Berlin 1996). Insgesamt jedoch ist die Informationslage über die Anzahl und das Ausmaß existierender Sammlungen in Deutschland und der Welt sowie über die Motivation zu deren Pflege sehr dürftig. Wir planen deshalb eingedenk der oben gegebenen Worte Montaignes, im Rahmen einer eigenständigen Publikation unter dem Titel „Die Fliegenden Schachzettel" Schachsammler dieser Welt zu Worte kommen zu lassen, damit diese über ihre Sammlungen und ihre Motive zum Sammeln berichten können. Dabei soll die Größe einer Sammlung keineswegs der Maßstab für die Aufnahme in die Schrift sein. Vielmehr sollen mit dieser Bestandsaufnahme auch erste Kontaktaufnahmen zwischen Sammlern erfolgen können. Gedacht ist an eine Publikation, wie sie seinerzeit Dr. Meindert Niemeijer mit seinen Schaakbibliotheken im Jahre 1948 realisierte. Darüber hinaus ist eine Veröffentlichung auf diesen Seiten geplant. Bislang liegen uns nach entsprechenden Bemühungen Beiträge bzw. Zusagen zu solchen aus den USA, England, Frankreich, Belgien und Deutschland vor. Jeder Interessierte möge sich bitte mit entsprechenden Vorschlägen und Beiträgen an hallo@ballo.de wenden.

128. Alexander Aljechin

Wolfgang Franz, Oberdiebach, verdanken wir die folgenden Ausführungen: Der 100. Geburtstag (im August 1988) des wohl kreativsten aller Schachweltmeister brachte eine Flut neuer Bücher. Hervorzuheben sind neben der Biographie von Linder (Linder, Isaac und Wladimir: Das Schachgenie Aljechin, Sportverlag, Berlin 1992) vor allem die Partiensammlungen von Donaldson et al. (Donaldson et al.: Alekhine in the Americas, ICE. Seattle, 1992) und Kalendowsky und Fiala (Kalendowsky/Fiala: Complete Games of Alekhine. Vol. 1: 1892-1921, Olomouc 1992). Letztere haben in bisher unbekannten russischen Quellen viel Neues aufgestöbert, während sich das Team um den amerikanischen Großmeister vor allem auf Simultanveranstaltungen konzentrierte und aus zahllosen Quellen fast 800 Partien ausgrub. Wenig später folgte eine umfangreiche Sammlung von Varnusz (Varnusz: Aljechin, der Größte. 1111 Partien eines Lebenswerkes. Becker, Velten 1995), der allerdings aus schwer verständlichen Gründen die meisten Verlustpartien Aljechins ignorierte. Damit steht der Fan-Gemeinde neben den unsterblichen Werken aus Aljechins eigener Feder, dem 1984 neu aufgelegten 2-Bänden von Kotow (Kotow: Das Schacherbe Aljechins, Bd. 1 u. 2, Olms, Zürich 1984), von Müller (Müller und Pawelczak: Schachgenie Aljechin. 2. Aufl., Das Schach-Archiv., Hamburg 1962) und der 1989 ins Englische übertragenen Arbeit von Moran (Moran, Pablo: A. Alekhine. Agony of a Chess Genius. Jefferson, McFarland 1989) erstklassiges Studienmaterial zur Verfügung. Für Dezember 1996 ist überdies ein 1200 Seiten starker Band mit über 2500 Partien angekündigt (Skinner und Verhoeven: Complete Games of Alekhine. Jefferson, McFarland voraussichtlich Dezember 1996).

Für Sammler und Schachhistoriker bleibt das Thema wohl noch lange interessant, vermutet man doch neue Funde aus Aljechins Nachlass in Paris. Bei der enormen Reiseleistung des Weltmeisters können jedoch auch andernorts immer wieder kleinere Entdeckungen gemacht werden, wie die in den Zetteln 76, 87 und 96 veröffentlichten Partien gegen den Ministerialrat Kraft zeigen.

In der Hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden fanden 1929 zehn Partien des Weltmeisterschafts-Kampfes gegen Efim Bogoljubow statt. Nach Beendigung eines solchen Duells liefern heutige Großmeister bestenfalls noch eine Analyse nebst Pressekonferenz. Damals hingegen bot man den heimischen Interessenten noch vier Tage Weltklasse-Schach zum Anfassen. Das Wiesbadener Tagblatt vom 21. November meldet für Freitag, den 15.11.1929 eine Beratungspartie von Aljechin und Orbach gegen Bogoljubow und Dr. Seitz (1 : 0). Am Samstag fand eine Simultan-Veranstaltung der beiden Großmeister gegen dieselben 26 Gegner statt, d.h. jeder der Spieler hatte zwei Bretter zu versorgen. Aljechin behielt eine weiße Weste, während Bogoljubow viermal unterlag (Strauß, Krause, Menz, Hiegemann) und zweimal Remis gab (Jüthe, Becker). Am Sonntag von 17 bis 24 Uhr spielte Aljechin freie Partien, wobei er nur gegen Strauß verlor und gegen Menz remisierte (Bogoljubow: +18 =8 -9). Seine Gewinnpartie gegen Dr. Müller ist leider die einzige Partie, die aus diesen Tagen erhalten geblieben ist (s.a. Donaldson Bd. 2, 327 - dort irrtümlich als Simultan angegeben). Am Montag folgte noch eine Blindsimultanveranstaltung an acht Brettern (+6 =0 -2 Jung, Strauß u. Hiegemann).









Aljechin, A - Dr. Müller [C15]
Simultan Wiesbaden, 1929

1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.Ld3 dxe4 5.Lxe4 Sf6 6.Lf3 Sd5 7.Sge2 Sc6 8.0-0 Sce7 9.Se4 Sg6 10.c3 Le7 11.g3 c6 12.h4 h5 13.c4 Sf6 14.S2c3 e5 15.Le3 Sg4 16.d5 f5 17.d6 Lxh4 18.d7+ Dxd7 19.Sd6+ Ke7 20.Lc5 Ke6 21.Dc2 e4 22.Lxg4 hxg4 23.Scxe4 Lf6 24.Sg5+ Lxg5 25.Dxf5+ Ke7 26.Dxg5+ Kf8 27.Dxg6 1-0

Dreizehn Jahre später sah Wiesbaden den Weltmeister unter weniger erfreulichen Umständen wieder. Nach einem Besuch im Standortlazarett war er am 16. Mai 1942 Hauptakteur einer KdF (Kraft durch Freude)-Veranstaltung im Wiesbadener Paulinen-Schlößchen. Sportlich war die Angelegenheit ein Erfolg: bei 32 Siegen und 2 Remisen mußte er lediglich - wie schon 1929 - Schachfreund Hiegemann die Hand reichen. (Wiesbadener Tagblatt, 18.5.1942).

Wolfgang Franz teilt weiter mit, daß er inzwischen mehr als 500 Bücher und Zeitschriften ausgewertet und daraus eine Datei im ChessBase-Format mit mehr als 2000 Partien erstellt habe. Dabei gilt sein besonderer Dank auch dem Wiesbadener Sammler Willi Most. Ein Großteil der Partien ist kommentiert und mit tausenden von Fundstellen-Angaben versehen. Natürlich bleibt Vollständigkeit ein unerreichbares Ziel, meint Franz, doch in der Hoffnung, auf diesem Wege Helfer zu finden, stellt er Interessierten gerne seine Datenbank zur Verfügung wobei er für noch unveröffentlichtes Material sehr dankbar ist. Seine Adresse: Wolfgang Franz, Kirchstr. 1, 55413 Oberdiebach. Tel.: 06743-2578; e-mail: ufr@tap.de.

129. Erich Wolfsfeld

Dietmar Friedrich weist im Zusammenhang mit SZ 124 auf das in Stolze, Raimund et al.: Umkämpfte Krone, Sportverlag 2. Aufl., Berlin 1988 auf Seite 59 abgebildete Foto hin, bei dem es sich um eine Darstellung von David Janowski und Emanuel Lasker anläßlich ihres zweiten Wettkampfes im Jahre 1910 handelt. Es weist eine bemerkenswerte Übereinstimmung mit der Radierung von Wolfskehl hinsichtlich Bild-Konzeption und -Anlage als auch hinsichtlich der abgebildeten Personen und Gegenstände auf. Vielleicht, so Friedrich, diente dieses Foto dem Künstler als Vorlage?!

130. Stefan Zweigs Schachnovelle in Paris

Curd Jürgens à la Française? Nein! Kein Vergleich. Während eines kurzen Aufenthaltes im Juni 1996 in Paris besuchten wir im kleinen Théatre du Tourtour in der rue Quincampoix, in der Nähe der Metrostation Chatelet, ein von Yves Kerboul in Szene gesetztes Theaterstück nach der Novelle von Stefan Zweig.

Der Schauspieler André Salzet war einfach verblüffend und fesselnd. Wir haben die Schachnovelle gelesen, ja, aber durch die Darstellung Salzets erfühlten wir diese tragische Geschichte. Der Schauspieler erschien ganz alleine auf der kargen, nur mit einem Stuhl ausgestatteten Bühne und stellte alleine durch seine schauspielerische Leistung die Ansichten und Gedanken des Autoren auf sehr eindrückliche Weise dar. Er bringt uns zum Lachen, wenn er den neureichen und bornierten Schotten spielt, der um jeden Preis weiter gegen den Weltmeister Centovic verlieren will. Er bringt uns zum Weinen, wenn er über die totale Isolation während seiner Gefangenschaft in der Gestapohaft erzählt. Aber vor allen Dingen bringt er uns zum Zittern, als er zu der Passage gelangt, in der er eine Partie Schach gegen sich selbst spielt. André Salzet spielt, schwitzt (sein Hemd ist im sommerlichen Paris schweißgetränkt), lebt und belebt die Angst des Irrsinns, der wir sprachlos und mit offenem Mund ergriffen folgen, ohne zu wagen uns zu bewegen, ohne zu wagen zu atmen dabei fürchtend, daß er wirklich verrückt werde.

Es ist wirklich eine sehenswerte Darstellung, die man nicht verpassen sollte, selbst wenn man nicht Französisch spricht, denn André Salzet lebt diese Geschichte als ob er sie selbst erlebt hat.

131. Der Mann, der das Schweigen brach

Eigentlich wollten wir nur lesen und nichts mehr vom Schach hören oder sehen, als wir nach dem anstrengenden Schachturnier in Wien 1996 für unseren Urlaub nach Afiesl in Oberösterreich in die Nähe der tschechischen Grenze fuhren. Dennoch holten uns selbst in diesem verlassenen Stück Natur das Schach und die neuere deutsche Geschichte ein, so als ob es vor beiden für uns kein Entrinnen gebe.

Der zweiten Auflage des bei Ullstein in Frankfurt/M. 1987 erschienenen Buches Der Mann, der das Schweigen brach (Amerikan. Originalausgabe: Breaking the Silence, Simon and Schuster, New York 1986) von Walter Laqueur und Richard Breitman entnehmen wir die folgenden Informationen (S. 104 ff., S. 111, S. 115-116 sowie Anm. S. 280).

Der in Düsseldorf am 4. Januar 1891 geborene Eduard Schulte hatte in den vierziger Jahren als Direktor der schlesischen Giesche-Werke, die vornehmlich im später kriegswichtigen Zink- und Stahlbau tätig war, eine herausgehobene Position inne. Schulte gehörte mit Krupp, Abs und anderen zu den etwa 25 persönlich von Hermann Göring ausgewählten Wirtschaftsgrößen, die am Spätnachmittag des 20. Februar 1933 in Berlin zu einem Treffen mit Adolf Hitler eingeladen worden waren, um vor den anstehenden März-Wahlen für die NSDAP um Unterstützung in der Wirtschaft zu werben. Infolge seiner Position gelangte Schulte bereits im Sommer 1942 in den Besitz von Informationen, die bewiesen, daß die nationalsozialistische Führungsspitze die Vernichtung der europäischen Juden plante und dabei Blausäure-Gas einsetzen wollte. Schulte, der zur Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten häufig und regelmäßig nach Zürich in die Schweiz fuhr, hatte unverdächtige und ausreichende Gelegenheit, die Information über die Bedrohung von Millionen von Menschen den Alliierten zu übermitteln. Er war sich darüber klargeworden, daß seine Information über die drohende Tragödie an die führenden jüdischen Institutionen nach Amerika weitergeleitet werden mußte. Doch wer kam in Frage, diese verzweifelt wichtige Information weiterzuleiten? Er traf deshalb Ende Juli 1942 in Zürich mit Isidor Koppelmann zusammen, einem Mitarbeiter der Internationalen Kapital-Anlage Gesellschaft, und erzählte ihm von dem Vernichtungsplan der Nationalsozialisten. Koppelmann kannte Schulte als seriösen und bedachten Geschäftsmann und glaubte die beunruhigenden Nachrichten, meinte aber, daß er die führenden Schweizer Juden und die diplomatischen Emissäre nicht sehr gut kenne - er bewege sich gewöhnlich nicht in diesen Kreisen. Schulte bat Koppelmann, noch einmal genau nachzudenken. Koppelmann fiel Sagalowitz ein. Wir zitieren: „Koppelmann beschloß, auf der Stelle Sagalowitz anzurufen. Eine weibliche Stimme meldete sich; es war die Gefährtin von Sagalowitz. Nein, er sei nicht in der Stadt. Er sei in Lausanne und nähme dort an der jährlichen Schweizer Schachmeisterschaft teil. Er werde in fünf oder sechs Tagen zurück sein. Koppelmann rief das Beau Rivage in Lausanne an. Sagalowitz war nicht dort. Er versuchte es im Hotel du Chateau. Ja, bestätigte der Mann von der Vermittlung, der Herr Doktor gehöre zu den Gästen des Hauses. Aber die Meisterschaft sei noch im Gange, und er habe strenge Anweisung, keinen der Spieler ausrufen zu lassen - sie dürften auf keinen Fall gestört werden. Koppelmann hinterließ eine dringende Nachricht.

Binnen einer Stunde rief Sagalowitz zurück. Koppelmann erklärte ihm, daß sich eine Angelegenheit von ernstester Bedeutung ergeben habe. Nur Sagalowitz sei in der Lage, ihr gerecht zu werden - ob es möglich wäre, daß er für einen Tag nach Zürich komme? Sagalowitz hielt das für ausgeschlossen. Es handele sich um das erste größere Schachturnier seit Ausbruch des Krieges. Schach war seine große Leidenschaft; er war stellvertretender Vorsitzender seines Schachclubs in Zürich, und eine Zeitlang hatte er mit dem großen Emanuel Lasker korrespondiert. Verließe er jetzt das Turnier, und sei es auch nur für einen Tag, würde er in die allergrößten Schwierigkeiten kommen; seine Chancen für ein gutes Abschneiden wären dahin. Sicherlich würde doch eine Verzögerung von einigen Tagen nicht allzuviel ausmachen. Koppelmann sagte, er hätte die Bitte garnicht erst geäußert, wenn es in der Sache nicht um Leben und Tod ginge." ... „Der einigermaßen ratlose Sagalowitz klagte, daß ausgerechnet ihm jedes nur erdenkliche Unglück passieren müsse. Er hatte sich lange auf das Turnier gefreut." ... „Seine Chance, an der Spitze seiner Gruppe abzuschließen, war nicht gut. Dennoch hielt er es für eine Zumutung, von ihm zu verlangen, mitten während des Turniers, wo es so viel Interessantes zu sehen, so viel zu lernen gab, nach Zürich zu fahren." ... „Aber Sagalowitz hatte sich noch nie einer Bitte um Hilfe verschlossen. Und deshalb erklärte er sich nach kurzer Überlegung bereit, am nächsten Tag einen Zug nach Zürich zu nehmen. Bevor er abreiste, sprach er mit dem obersten Schiedsrichter des Turniers, der Sagalowitz zusagte, daß er seine Partie für einen anderen Abend ansetzen werde."

Die Information über die geplante Vernichtung der den Nazis mißliebigen Menschen (nicht nur Juden), wurde schließlich an die britischen und amerikanischen Behörden weitergeleitet, fand jedoch, wie wir wissen, kein ausreichendes Gehör, um die Katastrophe zu verhindern.

Eduard Schulte, der Mann, der das Schweigen brach, lebte nach dem Krieg unerkannt in Zürich. Er schwieg zeitlebens über seine Tat. Er starb im Januar 1966 an den Folgen eines inoperablen Magen-Carcinomes. Benjamin Sagalowitz, der die Information nach England und Amerika weiterleiten konnte, war damals 41 Jahre alt. Auch er ist, ebenso wie Koppelmann, bereits lange tot. Schultes Unternehmen, die in Schlesien gelegenen Giesche-Werke, haben das Jahr 1945 nicht überstanden, sie fielen an Polen; und die Russen demontierten das was von Giesches Zinkhütte in Magdeburg übriggeblieben war und schafften es in die Sowjetunion, wo es verrottete.

Wie wir weiter erfahren haben, kannte der leider vor etwa vier Wochen verstorbene Alois Nagler Benjamin Sagalowitz. Nagler war auch bei dem Turnier in Lausanne anwesend gewesen. Wir sind leider nicht im Besitz der Schweizer Schachzeitung dieser Jahre, doch müßte das Turnier im Juli/August 1942 seinen Niederschlag in dieser Schachzeitung gefunden haben. Auch die Neue Züricher Zeitung wird über dieses Turnier berichtet haben. Kann jemand aus der Schweiz helfen?

Wir bitten Sie, alle Zuschriften per email zu richten an: Hallo@Ballo.de

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